Informationen über Nottwil

Geographie
Die Gemeinde liegt am Westufer des Sempachersees zwischen Sempach und Sursee. Sie umfasst neben der Hauptsiedlung, die aus dem Oberdorf und dem am Sempachersee liegenden Unterdorf besteht, zahlreiche Weiler und Häusergruppen.
Mit dem Dorf zusammengewachsen sind die Weiler Oberei (549 m. ü.M.) und Ei (528 m.ü.M.). Westlich vom Dorf liegt Bühl; (587 m.ü.M.), südöstlich Maienbach (508 m. ü.M.) und Eggerswil (517 m.ü.M.).

Nachbargemeinden
„Nottu“, wie es die Einheimischen nennen, grenzt an die Nachbargemeinden Buttisholz, Neuenkirch, Oberkirch und Ruswil.

Bevölkerungsentwicklung
In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts sank die Bevölkerung wegen der Abwanderung in die Industriezentren massiv (1850-1900:-23,4%). Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wuchs sie jedoch markant (1900-1910:+15,5%), in der Zeit danach stetig, aber langsam.
Seither nimmt die Bevölkerung stark zu. Die Einwohnerzahl verdoppelte sich in diesem Zeitraum (1970-2004:+107,5%). Dieses Wachstum ist zurückzuführen auf die bevorzugte Wohnlage am Sempachersee, die Nähe zum regionalen Zentrum Sursee, die interessante Wirtschaft und die Zentren Schweizer Paraplegiker-Zentrum, Guido A. Zäch-Institut und Seminarhotel Sempachersee.

Verkehr
Nottwil liegt an der Bahnlinie Olten-Luzern und hat eine eigene, behindertengerechte Haltestelle. Ausserdem verbinden die Buslinien Sursee-Buttisholz-Wolhusen Spital und einige Früh- und Abendkurse der Postautolinie Luzern-Neuenkirch, welche von und bis Nottwil Bahnhof verkehren, die Gemeinde mit der Region. Die nächsten Autobahnanschlüsse sind nördlich Sursee und südlich Sempach. Beide liegen an der A2 und sind jeweils ca. 8 km entfernt.

Geschichte
Die Gegend von Nottwil war bereits früh besiedelt. Davon zeugen jungsteinzeitliche Pfahlbauten, Reste römischer Gebäude und ein bei Iflikon gefundener römischer Bronze-Dreifuss. Erstmals historisch erwähnt wird Notewile im Urbar des Klosters Einsiedeln 1217/1222. Zuerst regierte eine adlige Familie, die Herren von Nottwil, die Gemeinde im Namen der Herren von Gösgen, welche im Kanton Solothurn zuhause waren. Bald darauf übernahmen die Herren von Tannenfels das Meieramt im Namen des Klosterstifts Beromünster. Die Gemeinde war bis 1798 ein Teil des Eiamts, welches ein Teil des Michelamts war. Im Jahr 1348 verkaufte Catarina von Wessenberg, die Witwe Burkhards II. von Sursee und Tannenfels, ihre Rechte an die Deutschordensritter. Wegen der Parteinahme des Ordens für die Habsburger wurde die Burg Tannenfels von den Luzernern im Jahr 1386 zerstört. Die Gemeinde geriet als Teil des Michelsamts im Jahr 1415 unter die Herrschaft der Stadt Luzern. Sie beteiligte sich 1799 am kurzfristigen Aufstand gegen die neuen französischen Herren, dem so genannten Käferkrieg. Von 1798 bis 1803 gehörte sie Sempach, seither zum Amt Sursee.

Sonstiges
In Nottwil stehen in einer 1990 errichteten eigenen Siedlung das Schweizer Paraplegiker-Zentrum und das Seminarhotel Sempachersee.
Zudem wurde am 1. Oktober 2005 das Guido A. Zäch Institut für klinische Forschung eröffnet.

 

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