Kapellen

Flüsskapelle

Flüsskapelle

Die Flüss Kapelle wurde 1678 vom Bauern Niklaus Anderes, im Rüteli bei den Stöcken, am leutigen Standort erbaut. Der KapeLlenstifter erstellte in der Nähe der Kapelle auf Ruswiler Seite 1815 auch das Waldbruderhaus, das bis 1914 von Einsiedlern der Eremiten-Kongregation bewohnt war. Diese betreuten und schmückten die Kapelle und lauteten täglich dreimal den Engtischen Gruss. 1798 wurde der Kapellenbau innen und aussen renoviert.
In der Hoffnung, dass die Zahnschmerzen gelindert würden, bissen früher die leidenden Pilger in die Bänke oder schnitten gar Holzstücke ab, um daran zu kauen. 1918 mussten die stark beschädigten Bänke durch neue ersetzt werden. Die Kapelle wurde infolge Baufälligkeit 1947 niedergerissen. In unzähligen Stunden Fronarbeit und mit gesammelten Geldern wurde 1948 mit den geschliffenen Steinen der alten Kapelle die neue, heute noch gut erhaltene Kapelle am gleichen Ort gebaut.

Kapelle St. Margrethen

St. Margrethenkapelle

Vom Margrethenpatrozinium erfährt man erst 1439. Die Heilige Margarethe, eine Gestalt aus dem Kreis der 14 Nothelfer, wurde als wichtige Patronin der Schwangeren und Gebährenden verehrt. Bis in die Neuzeit war jede Geburt angesichts des damaligen medizinischen Kenntnisstandes ein grosses Risiko für Mutter und Kind. 1474 wurde die Kapelle von den Herren von Rinach an die Sebastiansbruderschaft von Sursee übertragen. Im späteren 17. Jh. wurde der Bau einer Barockisierung unterzogen. Der Eigentümer des zugehörigen Hofes zwischen Strasse und See wurde zu Sigristen- und Messdiensten verpflichtet.
1804 wurde die Pfarrei Nottwil geschaffen. Nachdem einige Höfe auf dem Berg ihr Verbleiben bei der Pfarrei Buttisholz durchsetzen konnten, wurde Nottwil 1807 unter anderem mit der Zuteilung des Hofes Ober-St.-Margrethen entschädigt. Nach jahrelangen Streitigkeiten über die Grenzziehung (die Kapelle selber gehörte immer noch zu Sursee) übernahm um 1820 die Pfarrei und Gemeinde Oberkirch die nördlich der Kapelle liegenden Höfe und Häuser des Weilers. Bis 1970 wurde die Kapelle von der Pfarrei Sursee verwaltet und versehen. 1972 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. Im Zusammenhang mit dem Ende der 80er Jahre entstandenen Paraplegiker-Zentrum und der Stiftungsgründung (1990) wurde die Kapelle in die Gemeinde Nottwil integriert.

 

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